AV - Frisch von der Leber gesungen

«Zapzarap» zappten zwischen Volksliedern und Popmusik

 

Das Kulturjahr der GfI Kulturgruppe begann wie das letzte aufgehört hatte: Mit vollem Haus, Musik und Humor und einem gut unterhaltenen Publikum. Dafür sorgte am letzten Samstag im Restaurant Alpstein in Appenzell die Acapella-Theatergruppe «Zapzarap».

 

Frisch von der Leber weg sangen die vier jungen Leute, nicht immer geradeaus, mal schräg, mal inbrünstig, mal schrill. Zapzarap das sind Silvana Peterelli, Jan Hubacher, Marion Mühlebach und Giuseppe Spina, alle gelernte Schauspieler, die sich im Grossraum Zürich zur Sing- und Theatertruppe «Zapzarap» zusammengefunden haben. Das merkt man: pantomimisch, akrobatisch und mimisch ist ihr Programm ausgefeilt. Die vier kommen aus verschiedenen Ecken der Schweiz und brachten von da das eine und andere Volkslied mit.

 

Im «Alpstein», das am Samstag fast aus den Nähten platzte, gaben sie auch eigene Lieder zum Besten. Die Melodien klangen ähnlich wie überliefertes Liedgut, die Texte waren kleine Geschichten, mitten aus dem Leben gegriffen, die manchmal bös endeten.

 

Birli ernten mit Motorsäge

S'Änneli, d'Susle vom Ochse, dä Hänsu und dr Giovanni waren auf Ochsentour mit Jodel und Talerschwingen und Tabouretlli, mit wild gemixten «Roti Rösli» und tannigen Hosen. Sie sangen davon, dass es nicht nur im Berner Oberland sondern auch in Appenzell schön ist. Gepfeffert wurden die acappella gesungenen Medleys und Coversongs mit mehr oder weniger sinnvollen Wetterregeln und Gedichten.

 

Silvana Peterelli mimte dabei die junge Naive, Giuseppe Spina den südländischen Herzensbrecher, Marion Mühlebach die forsche Sinnliche und Jan Hubacher Muttersöhnchen und Tolpatsch.

 

Glanznummern waren der Celentano-mässiger Blues, bei dem die Heugabeln Gitarren imitierten, oder eine Elvisparodie von Giovanni, auch die szenische Umsetzung von Bliggs Hit «Rosalie», ebenso der afrikanisch anmutende Liebesleid-Beschwörungstanz oder die zeitgenössische Version vom Joggeli, der die Birli mithilfe von Motorsäge und anderem Gerät vom Baum bekommen will.
Zum Schreien komisch war die Hühnernummer der beiden Frauen. Erschreckend wie die Gluggeren zeternden, geschwätzigen Frauen gleichen!

 

Das Publikum hat sich bestens amüsiert und zeigte seine Freude mit viel Beifall. Zugabe und Finale bestande aus orignellen Abarten der Geiss «det äne am Bergli.

 

Text und Bilder: Monica Dörig